Zugewinnausgleich

Grundsätzlich leben Eheleute, die keinen Ehevertrag abgeschlossen und darin einen andern Güterstand vereinbart haben, im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Bei einer Scheidung kann der Zugewinnausgleich geltend gemacht werden, sofern einer der Ehegatten während der Ehezeit mehr Vermögen hinzu erworben hat als der andere.

Hinweis:

Die Berechnung der Höhe des Anspruchs auf Zugewinnausgleich kann sehr komplex sein.

Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein Ehegatte während der Ehe Vermögen im Wege der Schenkung, der vorweggenommenen Erbfolge oder durch Erbschaft hinzu erworben hat.

 

Auch mit der Bewertung der Praxis eines Freiberuflers (Arzt, Zahnarzt, Architekt, Steuerberater, Rechtsanwalt) – oder eines Unternehmens im Zugewinnausgleich sind häufig erhebliche Schwierigkeiten verbunden.

 

Rechtzeitige anwaltliche Beratung und Vertretung ist auch hier unumgänglich, wenn Sie kein Geld verschenken möchten.

Sie haben Fragen oder wollen zu diesem Bereich einen Termin vereinbaren?

Rufen Sie mich an unter +49 208 69807354 oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Beispiel

Fall:

M hat zu Beginn des Güterstandes (Eheschließung) Schulden von 50.000 €. Er hat diese während der Ehe abgebaut und darüber hinaus ein Vermögen in Höhe von 100.000 € erwirtschaftet gegenüber der Ehefrau, welche zu Beginn der Ehe weder Vermögen noch Schulden hatte und während der Ehe ebenfalls 100.000 € erwirtschaftete.

Wie sind die Verbindlichkeiten im Anfangsvermögen des Ehemannes zu berücksichtigen?

 

Lösung des Falles:

Ehefrau:

Endvermögen:                 100.000 €

Anfangsvermögen:           0 €

Zugewinn:                        100.000 €

Ehemann:

Endvermögen:                 100.000 €

Anfangsvermögen:          - 50.000 €

Zugewinn:                       150.000 €

Ausgleich des Ehemannes an Ehefrau: 25.000 €

 

Zu beachten ist folgendes: Gelingt es dem Ehegatten zwar seine Verbindlichkeiten abzubauen, erzielt er indes kein positives Endvermögen, bleibt es dabei, dass sich der Abbau der Schulden zwar als Verbesserung der wirtschaftlichen Situation darstellt, es aber gleichwohl zu keiner Ausgleichsverpflichtung kommt. Die Beteiligung des Ehegatten am wirtschaftlichen Erfolg durch die Schuldentilgung soll nach dem Willen des Gesetzgebers nicht zu einer (erneuten oder größeren) Verschuldung des Ausgleichspflichtigen führen. Diesem Ziel dient die in § 1378 Abs. 2 BGB aufgenommene Kappungsgrenze.

 

Lösung des Falles:

Ehefrau:

Endvermögen:                  0 €

Anfangsvermögen:           0 €

Zugewinn:                         0 €

Ehemann:

Endvermögen:                  0 €

Anfangsvermögen:           - 50.000 €

Zugewinn:                        50.000 €

Ausgleich des Ehemannes an Ehefrau: 0 € wegen § 1378 Abs. 2 BGB.

Kontakt und Terminvereinbarung

Anschrift

Frau

Rechtsanwältin 

Sabine Lackert Deeskow

Platanenallee 23

45478 Mülheim

 

 

Telefon

+49 208 69807354

+49 172 2611862

 

Fax

+49 208 69807355

 

E-Mail

info@anwaltskanzlei-lackert.de

 

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Aktuelles

9.1.2017

Ab dem 01.01.2017 gilt eine neue Düsseldorfer Tabelle mit erhöhten Tabellensätzen beim Kindesunterhalt.

 

mehr erfahren

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Anwaltskanzlei Sabine Lackert-Deeskow